Jede Kultur und jede Religion haben ihre eigene Symbolik, die oft tausende von Jahren alt ist. Vor allem orientalische und asiatische Motive haben auf uns Europäer eine magische Anziehung. Einerseits durch ihr exotisches Design, andererseits durch ihre Bedeutungen, die oft eng mit der Spiritualität verknüpft sind.

Mandalas beispielsweise sind Schaubilder, die in Hinduismus und Buddhismus zur Meditation genutzt werden. Sie sollen es Gläubigen erleichtern, komplexe religiöse Zusammenhänge oder Darstellungen von Göttern zu verstehen. Ihre symmetrische Gestaltung und die ebenmässigen Muster wirken sich beruhigend auf unsere Seele aus. Gleichzeitig sind sie sehr dekorativ und bestens geeignet für die Schmuckherstellung.

Symbolschmuck ist mehr als nur eine hübsche Kette um den Hals zu tragen. Er ist die Verbindung zwischen dem Göttlichen und der realen Welt. Nur wer an etwas glaubt, findet sich im Leben zurecht, erreicht seine Ziele und fühlt sich erfüllt. Dabei bedeutet Glaube nicht automatisch Religion. Das allerwichtigste ist, dass wir an uns selbst glauben. Und dabei unterstützt Symbolschmuck.

Das magische Auge

Das magische Auge hat viele Namen. Es wird als Auge der Vorsehung bezeichnet, ist als allsehendes Auge oder Auge Gottes bekannt. Es ist von einem Strahlenkranz umgeben und manchmal noch von einem Dreieck umschlossen. So soll es im Christentum die Dreieinigkeit Gottes symbolisieren.

Als Sonnenauge des Re ist dieses Symbol aber viel älter als das Christentum. Als Symbolschmuck spielte es bereits in der frühen ägyptischen Mythologie eine Rolle.Re ist als Sonnengott eng mit dem Wechsel von Tag und Nacht, von Leben und Tod verbunden. Im Auge symbolisiert er nicht nur den Kreislauf von Tag und Nacht, sondern auch den Horus, der für die Wiedergeburt steht. Dieses Sonnenauge kennt auch die indische Mythologie: Es ist die Gottheit Surya, eine Personifizierung von Sonne, Wärme und Licht. Als Schutzsymbol vertreibt das magische Auge die Dunkelheit und den Tod.

Neben dem Sonnenauge kennen wir aus dem Alten Ägypten das Mondauge. Es wird mit dem Mondgot That, dem Zweiten im Götter-Pantheon, in Verbindung gebracht. Heilung, Licht und das Leben, das aus dem Chaos entsteht, sind mögliche Bedeutungen. Regeneration und Erneuerung soll das Mondauge spenden.

Die Bedeutung von Symbolschmuck mit einem magischen Auge geht über den Schutz hinaus. Das Auge wird grundsätzlich offen dargestellt. Es steht für die Wahrheit, die sich enthüllt. So fordert es zu Weisheit auf und will an das Gewissen appellieren. Das Auge im Dreieck ziert die Ein-Dollar-Note der USA, ist über der französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 angebracht und wird in zahlreichen Wappen verwendet.

Das Dharma-Rad

Das Dharma Chakra kommt aus dem Buddhismus. Es ist das Symbol der von Siddharta Gautama verkündeten Lehre. Dargestellt wird es als Rad mit acht Speichen, aber es kann auch mehr Speichen haben. Seine Bedeutung: Es zeigt den achtfachen Pfad zur Erleuchtung. Der Pfad zur Erkenntnis aller Dinge soll von allen Lebewesen beschritten werden. Denn er führt aus dem ewigen Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt. Nur so kann die Erlösung von Leid passieren, ist die zentrale Lehre des Buddhismus.

Als Zeichen für den achtfachen Pfad zur Erleuchtung ist das Rad, beispielsweise als Silber Schmuckanhänger, ein Zeichen für die Unsterblichkeit. Der Geist existiert immer wieder, auch wenn er Erkenntnis erlangt hat. Das Dharma-Rad kommt, fernab seiner Nutzung als Symbolschmuck, in der Flagge Indiens vor. Es ziert die Wappen von Sri Lanka, der Mongolei und von Tibet, wird als Tempelschmuck in der Architektur verwendet. Übersetzt bedeutet Dharma Chakra übrigens soviel wie “das Rad des Gesetzes”. Und Gesetzmäßigkeit, Regelmäßigkeit, Achtsamkeit gegenüber allen Lebewesen ist dann auch die Bedeutung von Symbolschmuck mit diesem Rad.

Die Hand der Fatima

Dieses Symbol kommt aus dem islamischen Volksglauben Afrikas und is vor allem im Norden des Kontinents und im Nahen Osten weit verbreitet. Die schön verzierte Hand wird meist mit einem Auge dargestellt, die Farbe Blau herrscht vor. Es handelt sich um universelles Schutzsymbol, das vor allem gegen böse Geister und den Bösen Blick schützen soll. Verstehst du die Hand der Fatima als Glückszeichen, bringt dir dein personalisierter Schmuck mit diesem Symbol Glück und Kraft.

Nicht nur im Wappen Algeriens kommt dieses starke Symbol vor. Als Zimmerschmuck ist es wandfüllend, als Tätowierung soll es schützen. Halsketten und kleine Anhänger für Armbänder sind genauso üblich. Das kulturelle Zeichen ist heute weltweit bekannt, was nicht zuletzt an der beeindruckenden Ästhetik liegt!

Fatima war die jüngste Tochter Mohammeds und lebte 606 bis 632. Sie wird als sündenfreie Jungfrau verehrt und gilt als Mutter aller Nachkommen Mohammeds. Warum nun genau ihre Hand mit dem aufgemalten Auge so schutzkräftig ist, bedarf weiterer Forschung. Vielleicht stecken ältere afrikanische Rituale dahinter, vielleicht auch eine Schutzgöttin aus dem östlichen Mittelmeerraum.

Im islamischen Glauben schützt die Hand der Fatima vor den Dschinn. Diese Geister können zwar gut oder böse sein, aber sie können auf keinen Fall besiegt werden. Die Hand der Fatima ist der Abwehrzauber, der die Dschinn auf Distanz hält. Der sogenannte böse Blick ist allerdings noch älter: Vor ihm schützte man sich schon in Mesopotamien und im Alten Ägypten. Manche Menschen sollen in der Lage sein, über einen magischen Blick anderen Menschen Unheil zu bringen. vor diesem Blick schützt die filigran gearbeitete und wunderschön verzierte Hand der Fatima ebenfalls. Übrigens ist dieser Symbolschmuck auch als Hamas Hand bekannt und wird bis heute in islamischen Kulturkreisen von Menschen und Nutztieren als Amulett gegen Krankheiten getragen.

Das Nazar-Amulett

Auch das Nazar-Amulett, Nazar Boncugu oder Türkische Auge, ist ein bekanntest Schutzsymbol. Wie ist die Bedeutung von diesem Symbolschmuck? Das tropfenförmige Auge aus blauem Glas soll vor dem bösen Blick schützen. Das Auge ist der Hand der Fatima entnommen und wird in der Regel auf Perlen dargestellt, auf Glasanhängern oder als personalisierter Schmuckanhänger für Halsketten.

Wer schon einmal in der Türkei oder in anderen Ländern des Nahen Ostens war, kennt es: Die blauen Augen sind sehr weit verbreiteten. Nazar ist der arabische Ausdruck für Sehen, für den Blick, aber auch für die Einsicht. Mit einem Nazar-Amulett trägst du einen personalisierten Motivanhänger, der das Böse abwehrt. Im Volksglauben des Nahen Ostens haben Menschen mit hellen, blauen Augen einen unheilvollen Blick. Und diesen kannst du nur mit einem blauen Auge als Gegenzauber abwenden.

Üblicherweise wird dieser Symbolschmuck aus farbigem Glas hergestellt. Perlen, Tropfen oder flache Scheiben sind übliche Formen. Als Perlen tragen Kinder in arabischen Ländern das Nazar-Amulett an der Kleidung, als Schlüsselanhänger und Anhänger im Innenrückspiegel von Kraftfahrzeugen ist es ebenfalls verbreitet. Sogar an der Tür zu Viehställen findest du das Glückssymbol.

Sollte dein Nazar-Amulett einmal zerbrechen, musst du dir keine Sorgen machen: Es hat seinen Dienst erfüllt und ein Übel abgewendet. Ersetze das Auge einfach durch ein neues, und du bist wieder gut geschützt.

Die Triskele

Die Triskele oder das Triskel, zu Deutsch das Dreibein, besteht aus Kreisbögen. Diese Kreisbögen sind radialsymmetrisch angeordnet. Alternativ kann die dreibeinige Form aus offenen Spiralen oder aus ineinander verschachtelten Dreiecken bestehen, aus Knotenmsutern oder menschlichen Beinen. Auch dieses Symbol ist unglaublich alt. Wir kennen neolithische Dreifach-Spiralen, kennen Tristeren von gallischen Helmen und, mehr oder weniger personalisiert, Schmuck der Kelten. Die verwendeten sogar Trielen aus stilisierten Vogelköpfen als Schmuckornamente. Vermutlich ist die Tripple-Spirale in der Megalithanlage in Newgrange (Irland) die älteste Triskele. Im gesamten nordischen und keltischen Kulturraum ist das Symbol sicher bekannt, vom Norden Afrikas bis nach Ostasien wurde es verwendet. Als nationales oder regionales Symbol wird die Triskele von der Isle of Man, von der Bretagne und von Sizilien verwendet, sie taucht in einigen Stadtwappen auf.

Die ursprüngliche Bedeutung dieses sehr alten Symbols kennen wir nicht mehr. Wir vermuten, dass das Dreibein als Spiralform den Weg des Lebens oder die Sonne symbolisierte. Heute sehen wir im Triskel immer einen Dreiklang, der je nach Schwerpunkt verschieden interpretiert werden kann:
– als Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
– als Geburt, Leben, Tod
– als Körper, Geist, Seele
– als Erde, Wasser, Luft
– als Generationenfolge
– sogar als christliche Dreifaltigkeit

Silber Schmuckanhänger, Replikas keltischer Triskeln aus Bronze und andere personalisierte Schmuckanhänger sind Talismane, die dir Schutz gegen Unglück bieten. Die Triskele wehrt Böses ab und entfaltet Schutzzauber. Abgesehen davon sehen die verschlungenen Spiralen und Kreisbögen fein gearbeiteter Triskeln einfach wunderschön aus!

Die Triqueta

Zumindest in der christlichen Ikonographie steht die Triqueta, ein dreieckig verschlungener Knoten, für die Dreifaltigkeit. Auch als Triquetta oder Triquetra bezeichnet, wird das Symbol aus drei verbundenen Kreisbögen gebildet. Besonders fein ausgearbeitete Silber Schmuckanhänger oder personalisierte Motivanhänger aus einem anderen Material sind oft so gestaltet, dass du den Eindruck eines aus parallel liegenden Schnüren gefertigten Knotens bekommst. Die Bezeichnung dieses Symbols ist recht profan: ES bedeutet schlicht Dreieck.

Wo genau die Ursprünge dieses Zeichens liegen, wissen wir nicht. Die Triqueta wird auch manchmal mit eingelegtem Kreis gezeigt, tauchte schon vor 5.000 Jahren in der indianischen Kunst auf, ist im keltischen und germanischen Kulturkreis weit verbreitet. Das Christentum übernahm die Triqueta als männliches Symbol, ursprünglich galt das Dreieck wohl als weiblich. Verschiedene Wappen (Hohberg beispielsweise) und Flaggen (Kashiwazaki, Japan) verwenden die Triqueta, in der Popkultur taucht das Symbol ebenfalls wiederholt auf.

Der Trinity-Knoten ist für die Wiccan und Neopagans bis heute das Zeichen für die dreifache Natur der Göttin. Sie wird in diesem Knoten als Mutter, Mädchen und Frau gesehen, steht also für die Schöpfung (Mutter), die Unschuld (Mädchen) und die Weisheit (alte Frau). Die Naturkräfte Erde, Feuer und Wasser stehen in enger Verbindung damit, und natürlich die weibliche Fruchtbarkeit. In der Bedeutung ähnelt die Triqueta der Triskele.

Allerdings wird der Knoten auch als irischer Liebesknoten bezeichnet, und das deutet auf eine andere Bedeutung hin: Als Symbolschmuck kann er, wie das Unendlichkeitszeichen, die ewige Liebe repräsentieren. Als Geschenk mag die Triqueta den Wunsch nach Langlebigkeit transportieren. Was siehst du in der Triqueta? Viele Frauen fühlen sich mit diesem personalisierten Schmuckanhänger geerdet und stark, weil sie in dem Trinity-Knoten eine Verbindung zu ihrer Weiblichkeit finden.

Yin und Yang

Auf chinesisch heißt das Symbol Taijitu, ins Deutsche übersetzt “Symbol des sehr großen Äußersten”. Im chinesischen Maoismus wie auch im Neukonfuzianismus wird es verwendet, um den Ursprung der Welt darzustellen. Allerdings ist das Bildmuster nicht zwangsläufig chinesischen Ursprungs: Die Kelten, die Etrusker und sogar die Römer verwendeten es bereits. In der Natur ist dieses Muster gar nicht so selten, weshalb vermutlich viele verschiedene Kulturen irgendwann auf das Symbol kamen.

Heute verstehen wir Yin und Yang als die ultimative Harmonie zwischen den Gegensätzen. Männlich und weiblich, hell und dunkel, kalt und warm halten sich in diesem Symbol die Balance. So steht es für die kosmische Harmonie. Das war aber nicht immer so. In der keltischen Kunst wurde Yin und Yang als zwei einander umkreisende Tropfen dargestellt und immer mit anderen Mustern (meist Tiere oder Blumen) verbunden. Als Hauptmotiv trat es erst ab dem 3. Jahrhundert vor Christus auf. Die genaue Bedeutung ist nicht ganz klar, zumal in der keltischen Kunst auch hin und wieder Dreierwirbel auftauchen, also drei statt zwei umeinander kreisende Tropfen.

In der etruskischen Kunst kennen wir das Symbol ab dem 4. Jahrhundert vor Christus. Vielleicht kam es über die Alpen, als der Kontakt mit den Kelten intensiver wurde. Yin und Yang wird als geometrisches Muster mit Floralornamentik verbunden.

So, wie wir das Symbol heute kennen, wurde es erst von den Rädern verwendet: Das klassische Yin-Yang-Muster taucht zuerst in einer Auflistung von Schildwappen um 430 nach Christus auf und ist in Handschriften als Symbol von Infanterieeinheiten vermerkt. Diente das starke Symbol wirklich nur der Kennung von einem geschlossenen Truppenverband? Wir wissen es nicht sicher.

In Japan kennt man eine besondere Form dieses Symbols: Das Thome besteht aus drei ineinander verwirbelten Tropfen oder Krummjuwelen und taucht in vielen verschiedenen Wappen auf. An buddhistischen Tempeln ist das Symbol genauso zu finden wie auf den traditionellen Trommeln Japans, den Taiko. Vor allem aber wird es bei Festen und Ritualen zu Ehren der Amaterasu-Omikami, der höchsten Gottheit des Shinto, verwendet. Steht Yin und Yang immer für den Dualismus, kommt beim Tomoe ein Dreiklang ins Spiel.

 

Der Engel

Der Engel verspricht immer Schutz. Die geflügelten Wesen sind schon aus dem Alten Ägypten bekannt und kommen in fast jeder Kultur der Welt vor. Extrem stark ist ihre Bedeutung allerdings im christlichen Kulturkreis. Als Schutzengel, Dämonentöter und geistige Begleiter bewahren sie nicht nur vor körperlichem und seelischem Unheil, sondern fungieren auch als Führer durch dunkle Zeiten. Vor allem in Spanien sind sogenannte Engelsrufer weit verbreitet: Der Symbolschmuck besteht aus einer kleinen Kugel, die in einen verzierten, runden Käfig gefasst ist und bei jeder Bewegung leicht klingt. In schwierigen Lebenslagen wünschst du dir und deinen Nahestehenden einen Schutzengel an die Seite. Die Wesen vermitteln zwischen unserer Welt und der spirituellen Welt.

Engel ist aber nicht gleich Engel. Wir unterscheiden zwischen den verschiedenen Erzengeln, die jeweils ihre eigenen Symbole haben. Trägst du deine Engelsymbole bei dir oder befasst dich mit den Engeln, findest du leichter Zugang zu dir selbst. Du erkennst deine Stärken und lernst, deiner Intuition zu vertrauen. Der Erzengel Chamuel wird mit der Kraft und der Leidenschaft assoziiert. Suchst du nach Hilfestellung, um besser mit Konflikten umzugehen und willst lernen, deine Aggressionen zu kontrollieren, passt ein personalisierter Schmuckanhänger mit diesem Engel vielleicht zu dir. Schwankst du dagegen oft in deinen Entscheidungen und weißt nicht so genau, was du willst, ist der Erzengel Gabriel dein Wegweiser. Kraft und Mut gibt dir dagegen der Erzengel Daniel.

Die Engelslehre ist ziemlich komplex und verbindet die einzelnen Engel und ihre Engelsrufer mit weiteren Symbolen. Allen gemeinsam ist jedoch, dass Engel für Energie stehen!

Engelsflügel

Leicht, rein, wunderschön und so filigran: Die Federn eines Engels berühren uns stets tief in unserer Seele. Die Legende besagt: Finden wir einen Engelsflügel, ist der mit Absicht zurückgelassen worden. Gott schickt seine Engel, um über uns zu wachen und uns Frieden zu bringen. Und die Engel lassen Federn zurück, damit wir uns daran erinnern.

Engelsflügel sehen als Silber Schmuckanhänger besonders schön aus. Die kleinen Federn sind extrem fein ausgearbeitet und müssen einfach bewundert werden! Personalisierter Schmuck mit Engelsflügeln gibt dir ein Gefühl von Leichtigkeit und Sorglosigkeit. Denn unter dem Schutz deines Engels fühlst du dich sicher und gut aufgehoben.